Projekt „Quiet earth“

Ein fiktiver Straßenzug mit Kleinbahngleis und Werkszufahrt: Im angeschnittenen Verwaltungsgebäude und der angrenzenden Pförtnerloge sind die Inneneinrichtungen sichtbar. 

Von 2011 bis 2017 entstand dieses Modellprojekt einer städtischen Situation der 50er Jahre ohne konkretes Vorbild, aber inspiriert von der Ästhetik vieler Orte aus dem Umfeld der Plettenberger Kleinbahn. In größeren zeitlichen Abständen kamen immer wieder einzelne Accessoires hinzu, zuletzt die vollständige Ausstattung des Zeichensaals mit den voll beweglichen „Kuhlmann“-Zeichenanlagen und passenden Schreibtischen nach originalem Vorbild. 

Dominierendes Element ist das Verwaltungsgebäude der „Wimag“ nebst Pförtnergebäude, deren Inneneinrichtungen im Gebäudeanschnitt einsehbar sind. Der erfundene Unternehmensnamen spielt mit dem biografischen Lebensmittelpunkt Wiesbaden, die Fassadengliederung lehnt sich sehr lose an den 1931 eröffneten Postamtsneubau am Plettenberger Maiplatz an.

Bei diesem Objekt kamen überwiegend mit einfachen Handwerkzeugen bearbeitbaren Materialien wie Holz, Papier, Karton, Styrodur Polystyrol und Gips zum Einsatz. Einzelne Teilobjekte entstanden aber auch mittels Techniken aus der maschinellen Fertigung wie CAD, CAM und 3D-Druck. Für ein statisches Modell vermeintlich völlig überflüssige reale Funktionalitäten sind weitestgehend funktionsfähig umgesetzt – von Torverriegelungen über Schreibtischschubladen bis hin zur Steckdose. Das zweiteilige Modell hat die Außenmaße 1.840 x 830 mm und ist im Maßstab 1:22,5 gehalten.

Seit 2012 folgen in losen Abständen Berichte über den modellbauerischen Stand des Projekts im deutschen Buntbahn-Forum und meist ausführlicher  in englischer Sprache im amerikanischen Finescalerr-Forum.